Hinter den Kulissen erlebe ich immer wieder Konflikte. Manche trage ich still in mir aus und bei anderen geraten Kollegen aneinander, oder schlimmer noch, ich finde mich Mitten in einem verbalen Schlagabtausch wieder. Manchmal werden in diesen Situationen Dinge gesagt, die man später bereut. Ich bin mir sicher, dass Sie auch schon die ein oder andere Situation erlebt haben, in der Ihnen etwas Ähnliches passiert ist. Der bewusste Kopf schaltet auf Autopilot und zieht sich für eine Weile aus dem Cockpit zurück.

Abraham Maslow

Abraham Maslow

Abraham Maslow

Wie können Sie das ändern und Kontrolle zurück gewinnen? Für mich liegt der Schlüssel in der Kommunikation und das passende Schloss dazu ist Menschenkenntnis. Ein, meiner Meinung nach sehr kluger Mann namens Abraham Maslow hat der Welt eine Hilfe für Schlüssel und Schloss hinterlassen. Seine Bedürfnispyramide findet sich heute in unzähligen Motivationsseminaren und Kommunikationstrainings wieder.

Maslow teilt die Bedürfnisse eines Menschen in die fünf Bereiche ein:

  1. Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlaf und Kleidung)
  2. Sicherheitsbedürfnisse (Schutz und Arbeit)
  3. soziale Bedürfnisse (Liebe, Freunde und Familie)
  4. Individualbedürfnisse (Prestige und Erfolg)
  5. Selbstverwirklichung (höhere Ziele und Beiträge zur Gesellschaft)

Wie ein Kartenhaus

Seine spannende These ist, dass die nächste Bedürfnisstufe nur erreicht werden kann, wenn die vorherige befriedigt ist. Mit anderen Worten, wenn ich nichts zu essen habe, ist es momentan unwichtig, ob ich sexuell befriedigt bin oder ob mein letztes Portrait etwas zu dunkel geworden ist. An der Spitze der Pyramide steht die Selbstverwirklichung. Darum können sich die wenigen Menschen auf der Welt kümmern, die die anderen vier Arten von Bedürfnissen befriedigt haben. So weit so gut, doch was hat das mit Kommunikation und Konflikten zu tun?

Birkenbihls Lächeln

Vera F. Birkenbihl

Fehlende Anerkennung

Hier kommt Vera F. Birkenbihl ins Spiel. Sie hat aus Maslows Pyramide einen Turm gemacht. Dabei nennt sie die Stufen 1 und 2 physiologisch und die Stufen 3 – 4  psychologisch wichtig für das Überleben. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Ihre Leistung oder Ihr Partner verbal angegriffen werden, fokussiert sich ihr Hirn genauso auf das Problem, als wenn Sie kein Dach über dem Kopf haben. Solche Verbalattacken haben nach Birkenbihl mit fehlender Anerkennung zu tun. Dies führt dann dazu, dass wir uns nicht mehr mit unseren höheren Zielen, sondern mit der Verteidigung unseres Selbstwertgefühles beschäftigen.

Der Jesuseffekt

Die Erkenntnis, dass wir uns oft angegriffen fühlen, weil unsere Bedürfnisse nicht befriedigt sind, ist eine Seite der Medaille. Die Andere ist, dass wir nur die Bedürfnisse des anderen kennen müssen, um den Konflikt zu schlichten. Geben also, um zu bekommen – Jesuseffekt. Schließlich sind wir dadurch die Gewinner, da wir dann die Möglichkeit haben, mit jemandem zu sprechen, der uns auch hört. Mein Vorschlag ist jedoch, dass Sie immer versuchen sollten sich selbst besser kennen zu lernen. Auf Grund dieser Basis fällt es leichter andere Menschen einzuschätzen.

Ich wünsche Ihnen eine konfliktfreie Woche,

Dr. Ben Hartwig

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