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Jetzt denken Sie vielleicht, der Hartwig ist völlig durchgedreht, weil ich in der Überschrift etwas vom Universum schreibe. Ich hatte jedoch vor einiger Zeit einen Gedanken: wenn es stimmt, dass Materie nicht verloren geht und wir die Zeit als unendlich annehmen, dann würde irgendwann jedes Teilchen im Universum den Platz jedes anderen Teilchens einnehmen.

Seien Sie nett zu sich selbst

Wenn also alles, was ich bin, einmal alles andere sein wird oder gewesen ist, dann kann ich eigentlich alles nur gut behandeln, denn es gehört ja irgendwie zu mir. Leider sieht die Realität anders aus und wir behandeln uns oft nicht besonders gut. Manchmal sind wir sogar härter zu uns selbst, als die Menschen um uns herum.

Jim Rohn

Das muss nicht schlecht sein. Mit einem klaren Ziel und einem positiven Zustand, kann Selbstdisziplin Wunder bewirken. Dann geistert die Frage von Jim Rohn in meinem Kopf herum: „Wenn du es besser machen könntest, solltest du?“ Eine sehr gute Frage, wie ich finde, die es sich zu beantworten lohnt. Oft genug jedoch, fragen wir uns eher: „Warum ich?“ „Warum kann hier niemand seine Arbeit vernünftig machen?“ oder „Wieso soll ich mich verändern?“

Der Termn

Heute zum Beispiel hatte ich mir vorgenommen einen Friseurtermin um einen Tag zu verschieben, den ich schon in der letzten Woche vergessen und auf den heutigen Tag gelegt hatte. Es widerstrebte mir einen vergessenen und dann fest zugesagten Termin zu verschieben. So kam es, dass ich mich schon gleich bei der Anrede am Telefon entschuldigte und die Verantwortung von mir schob: „Ja, hallo… Entschuldigung, ich muss meinen Termin verschieben… ich hatte ja versucht früher anzurufen, doch da war zu… etc.“ Am Ende vom Gespräch hatte ich einen Termin am Donnerstagnachmittag, statt, wie geplant, am Mittwochmorgen, den ich dankend annahm.

Nicht so, wie ich wollte

Danach verfluchte ich mich. Wieso hatte ich das denn getan? Ich brauchte doch den Termin am Mittwoch, damit die Haare für einen Videodreh am Donnerstag geschnitten sind. Natürlich hatte ich es wegen meines Zustandes und wegen meiner Muster getan. Als die Frisörin sagte, dass am Mittwoch nichts mehr frei sei, nahm ich es einfach hin und ließ mich, aus schlechtem Gewissen, auf Donnerstag ein. Sofort ratterte mein Kopf und ich erzählte mir selbst, dass ich ja nicht vor dem Dreh zum Frisör müsse und das es egal sei, wie ich aussehe. Dann tauchte wieder die Stimme von Jim Rohn auf: „Wenn du es besser machen könntest, solltest du?“

Zweiter Versuch

Ich ging zum Sport, versetzte mich in einen besseren Zustand und rief erneute bei meinem Stammfrisör an. Doch das Universum testet gerne einmal, ob man wirklich dazu gelernt hat. Ich sagte, dass ich erneut anrufe, da ich lieber einen Termin am Mittwoch, als am Donnerstag hätte, um für einen Dreh um 10 Uhr geschnittene Haare zu haben. Die Frisörin meinte, dass es am Mittwoch nicht ginge und sie mir einen Termin am Donnerstag um 9:30 Uhr anbieten könne.

Vom Universum gelernt

Ich hätte beinahe ja gesagt, denn das klang gut, doch es war nicht das, was ich wollte. Also traute ich mich erneut, höflich nach dem Mittwoch zu fragen. Wohlgemerkt zum dritten Mal. In diesem Moment passierte etwas. Die Frisörin sagte, dass sie mir einen Termin um 9 Uhr morgens am Mittwoch geben kann. Ich weiß nicht wieso es plötzlich ging. Wahrscheinlich belohnt es das Universum, wenn man positiv bleibt und hartnäckig einer bestimmten Sache fragt. Und da war er wieder in meinem Kopf, Jim Rohn: „If you think it is impossible, it’s not.“ „Wenn du denkst, dass es unmöglich ist, ist es nicht unmöglich.“

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche,

Dr. Ben Hartwig

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