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Wie wichtig Lebensziele sind, wird deutlich, wenn wir darüber nachdenken, warum wir etwas tun und keine Antwort darauf finden. Dann ist es oft einfacher, sich im inneren Dialog Ausreden zu suchen, als den beschrittenen Weg zu hinterfragen. Es ist leicht zu denken, dass wir nur hart arbeiten müssen, um Erfolgreich zu sein. Doch, wie viele hart arbeitende Menschen sind nicht erfolgreich? Es ist einfach zu sagen, dass das Glück den Tüchtigen gehört. Es gehört jedoch nur den Tüchtigen, die auch wissen, was ihr Ziel ist.

Der Preis für ein Leben ohne Ziel

Wenn wir keine Ziele haben, sind wir wie ein Segelschiff auf offenem Meer, ohne Navigation und Kompass. Ein Lebensziel ist dieser Kompass und der Wind in unseren Segeln sind unsere Gründe, warum wir etwas erreichen müssen! Jetzt mögen Sie sagen: „Aber Herr Hartwig, es ist doch auch ganz schön sich treiben zu lassen und nicht zu wissen, wo man ankommt.“

Na klar, die Abgabe von Verantwortung ist immer angenehm. Unser Gehirn strebt nach Vergnügen und kurzfristig ist es ein größeres Vergnügen auf dem Deck des Segelbootes zu relaxen, als sich mit einem Kompass zu beschäftigen. Unser Hirn sieht jedoch nicht den Preis, den wir dafür zahlen. Mit dieser Einstellung erlauben wir dem Leben, uns herum zu schubsen und werden unzufrieden, da immer mehr Dinge außerhalb unserer Kontrolle liegen. Wer die Verantwortung abgibt, gibt auch die Macht ab, entscheiden zu können.

Natürlich kann die Reise auf dem Schiff des Lebens, auch mit einem klaren Ziel beschwerlich sein. Wenn wir aber auf ein Ziel ausgerichtet sind, empfinden wir es seltener als eine Anstrengung und es gelingt uns öfter positiv in negativen Situationen zu reagieren. Zwischen Reiz und Reaktion eines Ereignisses liegt glücklicher Weise eine Entscheidung. Mit einem klaren Lebensziel, werden wir besser darin, schneller eine gute Entscheidung zu treffen. Wir werden außerdem resilienter.

Wie finde ich ein Ziel?

Jetzt könnten Sie sagen: „Das ist ja schön und gut, doch wie finde ich ein Lebensziel? Einen Grund hier zu sein und weiter zu machen?“ Vor kurzem habe ich eine Aufnahme eines Programmes über Selbstdisziplin auf Youtube entdeckt, in dem es genau um diese Frage geht. Ein Teil der Aufnahme enthält vier Schritte, um ein Lebensziel zu definieren, die ich hier teilen möchte:

  1. Wünschen ohne Grenzen
  2. Was wäre wenn?
  3. Kreative Biographie
  4. Persönliche Definition eines Zieles

Hier ist ein Link zu der Aufnahme und wenn Sie sie lieber im Original hören wollen, folgen Sie einfach direkt diesem link:

Schritt für Schritt zum Lebensziel

Schritt 1

Im ersten Schritt, können Sie sich etwas gönnen, was wir viel zu selten tun. Sie dürfen spielen und können die Augen schließen. Mit geschlossenen Augen stellen Sie sich vor, dass Sie an einem verlassen Strand etwas Glitzerndes im Sand entdecken. Als Sie näher heran treten, sehen Sie, dass dort eine Schrift auf dem Gegenstand steht, die Sie nicht genau entziffern können. Sie reiben den Sand weg und es kommt ein hissen aus dem Gegenstand.

Rauch steigt auf und Sie lassen die Lampe fallen, doch schauen fasziniert zu, wie sich aus dem Rauch eine Gestalt bildet, die Ihnen mit tiefer Stimme dankt, dass Sie sie aus Jahrhunderten der Gefangenschaft befreit haben. Der Genie gewährt Ihnen 5 Wünsche, die Sie sich erfüllen können. Diese Wünsche können alles sein, so lange es menschlich möglich ist, sie zu erreichen. Lassen Sie sich Zeit für diese Aufgabe und überlegen Sie genau, welche fünf Wünsche Sie notieren möchten.

Schritt 2

Der zweite Schritt knüpft an den ersten an. Mit der Liste von fünf Wünschen stellen Sie sich, mit geschlossenen Augen, Wunsch für Wunsch vor, wie die Welt aussähe, wenn Ihnen der Wunsch erfüllt werden würde. Wie alt sind Sie in dem Szenario? Welche Geräusche und Gerüche nehmen Sie wahr? Was tragen Sie? Wo wohnen Sie? Mit wem sind Sie zusammen? Ein Wunsch wird eine stärkere emotionale Reaktion bei Ihnen auslösen, als die Anderen.

Schritt 3

Im dritten Schritt überlegen Sie sich, was man über Sie schreiben und berichten soll. Sie sind in den Besitz eines Buches gefüllt mit Einträgen wichtiger Persönlichkeiten gelangt. Als Sie die Seite mit dem ersten Buchstaben Ihres Nachnamens aufschlagen, beschleunigt sich Ihr Puls. Tatsächlich, Sie finden einen Eintrag über sich mit Ihrem Namen, Ihrem Geburtsort und Datum. Sie beginnen mit geschlossenen Augen zu lesen. Was soll über Sie berichtet werden? Wie wollen Sie in Erinnerung bleiben?

Schritt 4

Der vierte Schritt beschreibt Ihr Lebensziel. Durch die vorangegangenen Schritte haben Sie nun eine klarere Vorstellung, welche Themen oft aufgetaucht sind und welcher Wunsch sich am nachhaltigsten bemerkbar gemacht hat. Jetzt formulieren Sie ein persönliches Ziel. Falls Sie sich noch unsicher sind, können Sie mit einer berühmten Persönlichkeit anfangen und deren Grund für ein Lebensziel formulieren. Das muss nicht unbedingt etwas sein, wofür jemand bekannt ist. George Washington hatte vermutlich nicht den Lebensgrund, der erste Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Er wollte aber einen sicheren und demokratischen Staat für alle Siedler schaffen. Oft ist ein emotionaler Grund stärker als ein Rang oder Amt. Denn je mehr wir unserem Ziel emotional verbunden sind, desto schneller kommen wir an.

Ich wünsche Ihnen eine zielorientierte Woche,

Dr. Ben Hartwig

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